Hatschi! Gesundheit?

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm die ersten Erkältungen, Schnupfen – und Niesattacken. Und auch im Frühjahr mit all den umher fliegenden Blütenpollen und Allergien, wird immer und überall geniest. So schallt es rund ums Jahr aus jeder Ecke: „Gesundheit!“. 


 

Ist das überhaupt noch zeitgemäß?

Wer jemandem „Gesundheit“ wünscht, gilt heutzutage eher als unhöflich. Denn damit „unterstellt“ man dem Niesenden, dass er „krank“ ist. Und man lenkt durch den im Grunde nett gemeinten Genesungswunsch die Aufmerksamkeit noch mehr auf den Niesenden. Und dem ist das dann möglicherweise peinlich. Vielleicht hat er nur etwas Pfeffer in die Nase bekommen!?

Warum sagt man überhaupt „Gesundheit“?

Im Mittelalter mit seinen Pest- und Tuberkuloseepidemien haben sich angenieste Menschen sozusagen selbst lauthals „Gesundheit“ gewünscht, um sich mit diesem Zauberwort vor herumfliegenden Viren zu „schützen“. Schließlich werden beim Niesen Fremdkörper mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 km/h aus der Nase geschleudert und fliegen bis zu 3 m weit. Ansteckungsgefahr pur.  

Was tun?

Am besten gar nichts sagen. Wem das eine oder andere „Gesundheit“ noch heraus rutscht, muss sich aber nicht ärgern. Es dauert, bis man eine solch automatisierte Angewohnheit abgelegt hat. Mittlerweile hat es sich vielmehr eingebürgert, dass der Niesende sich kurz entschuldigt. So ändern sich die Zeiten... Kleiner Tipp: wer kein Taschentuch zur Hand hat, der sollte in die linke Hand niesen. Mit der rechten begrüßt er schließlich andere Menschen...   Andere Länder, andere Sitten! Im asiatischen Raum und in Kanada ist es übrigens verpönt, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzen! Hierzulande gilt: Ein Papiertaschentuch wird nur einmal benutzt und dann unauffällig entsorgt. 

nächste Rubrik: Gute Manieren im Restaurant! Wie viel Trinkgeld, welches Besteck etc.


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