Auf einen Sprizz nach München

Was braucht man für ein kleines Abenteuer? Die beste Freundin, Spontanität und eine verrückte Idee!

Genau einen Monat vor meinem 32. Geburstag quälte mich die Frage: Was soll ich machen? Da kam meiner lieben Franzi die Idee: "Lass uns doch von Rostock-Laage nach München fliegen!"


 

...Vier Wochen später.

Samstag, 9.40 Uhr: Der Flieger hebt ab. Über den Wolken stoßen wir auf unseren Trip in die Bayern-Hauptstadt mit einem Becher Tomatensaft an. Eine Stunde und 25 Minuten später erreichen wir den Münchender Flughafen. Voller Vorfreude auf unser Wochenende verlassen wir mit gefühlten tausend Schmetterlingen im Bauch das Terminal. Um kurze Zeit später direkt am Viktualienmarkt in eine kleine Pensio  einzuchecken (Franzis Geburtstagsgeschenk. Danke!)
Danach geht es auf ins Getümmel! Zu Fuß sind es nur drei Minuten zum Marienplatz. Es ist ein ziemliches Gedränge am Rathaus. Aber der Anblick lässt auch uns unsere Shopping-Mission für einen Augenblick vergessen. Stattdessen holen wir unsere Kameras heraus und outen uns neben Asiaten und Spaniern sofort als Touristen. Egal!

Geschäfte wo das Auge hinreicht

Natürlich gitb es in Rostock Schuhläden, Parfümerien oder Fashionstores. Aber irgendwie ist man als Frau trozdem ständig auf der Jagd. Und scheut sich nicht, auch in fremden Revieren nach dem einen, dem besonderen It-Piece auf die Jagd zu gehen. Das unbedingt noch in den Kleiderschrank gehört. Und zugegeben: Die Auswahl in Münchens Innenstadt ist gigantisch! Wir entdecken das berühmte Kaufhaus Ludwig Beck (die Kosmetikabteilung muss Frau gesehen haben!), das Oberpollinger (mit seinen Luxusboutiquen) und das Manufaktum (Retro-Produkte, die alle Lebensbereiche abdecken). Als sich plötzlich lautstark mein Magen meldet. Zeit, das Hofbräuhaus ausfindig zu machen! An den langen Holztischen sehen wir die ersten Herren in Lederhosen. Herrlich! Sogar eine Blaskapelle spielt. Ich bin überrascht, wie groß alles ist. Es gibt verschiedene Eingnge und Gasträume. Der beliebteste befindet sich im Erdgeschoss (die Schwemme) und ist bereits ehr gut gefüllt, ebenso der Biergarten. Ich bestelle eine Maß Radler (der Liter kostet 6,90 €) Dazu gibt es ein halbes Brathendl mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Lecker! Neben uns sitzen Engländer, die uns lautstark in ihre Runde integrieren wollen. Sorry, aber wir haben keine Zeit für Völkerverständigung! Stattdessen will Franzi unbedingt die legendäre Maximilianstraße sehen. Also machen wir einen Schaufenster-Bummel und trauen uns erst in der Theatinerstraße wieder auf die Preisschilder zu gucken.

Ladenschluss

Die Zeit vergeht wie im Flug. Erschöpft und viele Tüten später, lassen wir uns auf unser Hotelbett fallen. Nach ein paar Minuten Verschnaufzeit geht es in das Glockenbach-Viertel (Isarvorstadt). Ein bisschen ärgern wir uns, dass wir nich wussten, dass sich hier viele, kleine Szene-Läden befinden, die leider jetzt geschlossen sind. Der Frust ist aber in Anbetracht der vielen Bars und Kneipen, die uns zur Auswahl stehen, schnell wieder vergessen. Wir langen im "Hej Luigi" (urig und ein bisschen studentisch). Danach geht es ins "Corso", in der Nähe des Sendlinger Tors. Die Drinks sind nicht nur lecker. Es gibt auch die wildesten Kreationen: Williamsbrine-Wodka oder Rosmarin-Salbei-Rum. Während wir einen erfrischenden Aperol Sprizz schlürfen, erfahren wir, dass für die schicke Inneneinrichtung Eichenholz aus einer 3000 Jahre alten Burg verwendet wurde. Darauf Stößchen!

Abreise

Nach einer kurzen, aber aufregenden Nacht will Franzi den Sonntag unbedingt für Kultur nutzen. Also besuchen wir das Deutsche Museum, direkt an der Isar. Wir brauchen sechs Stockwerke, um vom Beginn des Tunnelbaus bis zur Entdeckung des Weltraums vorzudringen. Danach fahren wir in den Englischen Garten, um uns bei einem Radler am Chinesichen Turm langsam von München zu verabschieden. Fazit: Der beste Geburtstag meines Lebens!

Mehr über die Stadt, Events und Sehenswürdigkeiten auf: www.muenchen.de


Teilen
auf facebook | Redaktion/Verlag | Kontakt | Mediadaten | Datenschutz | Jobs