Eifersucht

Die Stiefschwester der Liebe, jeder kennt es. Keiner mag es. Das grüne Monster namens Eifersucht. Aber sie gehört zur Liebe dazu. Für manche mehr, für manche weniger. Und jeder geht anders mit ihr um. CREDO-ROSTOCK.de erklärt, warum dieses ungeliebte Gefühl trotzdem wichtig ist, wie viel normal und ab wann sie gefährlich wird 


 

Warum sind wir überhaupt eifersüchtig?

Wer eifersüchtig ist, hat Angst. Angst, etwas Wertvolles, nämlich die Liebe des Partners an jemand anderen zu verlieren. Manchmal reicht es schon aus, wenn sich der Liebste zu lange mit einer anderen Frau unterhält und man sieht rot. Der Begriff Eifersucht kommt übrigens aus dem Althochdeutschen und setzt sich zusammen aus „eiver“ und „suht“, was so viel bedeutet wie „bittere Seuche“. Und das kann die Eifersucht wirklich manchmal sein. Doch warum hat die Natur dieses Gefühl mit dem schlechten Ruf überhaupt eingerichtet? Schon die Neandertaler waren eifersüchtig. Die Steinzeitfrauen, weil sie befürchten mussten, den Versorger der Familie an eine andere zu verlieren. Und die Steinzeitmänner wachten eifersüchtig über ihre Partnerinnen, um sicher zu gehen, dass der Nachwuchs nicht von dem feschen Neandertaler aus der Nachbarhöhle gezeugt wurde.  

Gibt es Menschen, die eifersüchtiger sind als andere? 

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl haben meist größere Verlustängste als andere. Und die äußert sich dann in (manchmal übertriebener) Eifersucht. Doch auch Menschen, denen das Gefühl fremd war, können auf einmal mit der Stiefschwester der Liebe zu kämpfen haben. Wer in einer Beziehung betrogen und hintergangen wurde, kann beim nächsten Partner ganz genau aufpassen, damit ihm diese Enttäuschung nicht noch einmal widerfährt. Einzelkinder sollen übrigens weniger eifersüchtig sein als Menschen, die Geschwister haben. Weil sie nie um Aufmerksamkeit kämpfen mussten und  automatisch im Mittelpunkt standen. 

Ab wann wird Eifersucht gefährlich?

Wo warst du? Mit wem? Warum? Wer seinen Partner ständig einem Kreuzverhörunterzieht, immer alles ganz genau wissen will und Gedankenpolizei spielt, der steckt (zu fest) in ihren Krallen. Totale Kontrolle und absoluter Besitzanspruch führen dazu, dass irgendwann die Jackentaschen gefilzt und das Handy auf verdächtige SMS überprüft wird. Je häufiger man es tut, desto niedriger wird die Hemmschwelle. Doch das hat nichts mehr mit Liebe zu tun. Denn die kann nur im Vertrauen blühen. Mit totaler Überwachung treibt man den Partner jedoch früher oder später in die Flucht. Es kommt – wie immer im Leben - auf die Dosis an. Ein Fünkchen Eifersucht ist in Ordnung. Denn sie gibt dem anderen das Gefühl, dass er einem etwas bedeutet. Und dieses Gefühl schmeichelt jedem. 

Wieso zeigen Männer ihre Eifersucht so selten?

Weil Eifersucht auch ein Gefühl der Schwäche ist. Und Schwäche zeigen Männer nun einmal gar nicht gern. Aber eifersüchtig sind sie natürlich auch. Aber sie beißen sich lieber die Zunge ab, als es zuzugeben. Was man nicht tun sollte: ihn bewusst eifersüchtig machen, um eine Reaktion zu provozieren. Es könnte sein, dass er dadurch das Vertrauen in seine Partnerin verliert. Denn wer liebt, flirtet nicht über Gebühr mit jemand anderen. Das gilt übrigens auch für Männer.

 Was tun, wenn man (zu) eifersüchtig ist?

 Das Einzige, was hilft: lernen, sich selbst mehr zu lieben. Denn von Eifersucht werden vor allem Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl befallen. Weil sie denken, dass sie es nicht wert sind, geliebt zu werden, so wie sie sind. Wer sich hingegen selber liebt und wichtig nimmt, macht sein Glück nicht vom Partner abhängig. Denn alles, was er braucht, trägt er bereits in sich. Selbstvertrauen ist also das beste Mittel gegen die Eifersucht. Und macht zudem noch unglaublich attraktiv. 

SOS-Plan

Wenn es doch einmal passiert: tief durchatmen und bis 10 zählen. Und sich vorstellen, wie unsexy so eine Eifersuchtsattacke macht. Ein weiteres Argument dagegen: 25 % aller Männer würden sich bei übertriebener Eifersucht trennen. 


Wir sind sehr gespannt auf eure Erfahrungen, die ihr mit der Eifersucht gemacht habt.


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