Liebeskummer


Ein letzter Blick, die Tür fällt ins Schloss und man weiß: es ist aus und vorbei. Auf einmal ist man wieder Single – und ganz allein. Kaum ein Gefühl tut so weh, wie das, wenn eine Liebe zerbricht. 

So individuell das Ende einer Beziehung sein kann, es gibt nach jedem Liebesaus die vier Phasen, die jeder Mensch durchläuft.

Schneller oder langsamer, das kommt auf den Charakter und die Fähigkeit an, mit Enttäuschungen umzugehen. Doch auch, wenn man glaubt, dass es nie wieder gut wird, zeigt die Erfahrung:

Jeder Liebeskummer geht irgendwann vorbei. Bei den einen früher, bei den anderen dauert es ein wenig. Dabei ist es auch egal, wie lang die Beziehung dauerte. Ob es nun eine heftige Affäre von vier Monaten war oder die Trennung nach 15 Jahren Ehe kommt. Die Dauer einer Liebe sagt nichts über die Dauer des Liebeskummers aus.

Phase 1: Schockstarre

Man will es nicht wahrhaben, kann es kaum glauben, dass es zu Ende sein soll. Man verdrängt und hofft, dass alles nur ein böser Traum war. Seine komischen Macken, seine Neigung zum Fremdflirten, seine ruppige Art – auf einmal erscheint einem das alles nicht mehr so schlimm. Wenn er doch nur zurückkäme! Hinzu kommt die Angst vor dem Alleinsein oder davor, dass man es ohne den Partner nicht schafft. Auch Sicherheitsdenken und Furcht vor finanziellen Problemen gehen einem jetzt durch den Kopf. Und dann kommt es sogar vor, dass man ihn anbettelt, er möge zurückkommen. Doch er kommt nicht mehr.

Phase 2: Gefühlschaos

Man kann nicht mehr aufhören zu weinen. Und das ist auch gut so. Weinen befreit. Bei der Vorstellung, nie mehr neben ihm aufzuwachen, beim Betrachten alter Fotos, wenn der gemeinsame Song im Radio läuft – immer wieder kommen die Tränen. Und dann ist der Moment da, in dem man noch etwas anderes spürt: Wut. Wie konnte er einem das antun? Das Gefühlskarussell aus Enttäuschung, Wut, Hoffnung und Trauer in dieser Phase tut weh, aber ist völlig normal. Und auch der Moment, indem man sich fragen sollte: Fehlt ER mir wirklich als Person oder nur die Nähe zu einem Menschen?

Phase 3: Es geht bergauf

Das Wichtigste bei Liebeskummer sind gute Freunde. Freunde, die immer erreichbar sind und sich die ganze Geschichte wieder und wieder anhören. Aber die einem auch sagen, dass es langsam mal gut ist. Jetzt denkt man auch mal wieder darüber nach rauszugehen. Genau, da wo andere Menschen sind. Man wird zwar immer noch überall „sein“ Gesicht sehen, aber Abwechslung und unter Leute kommen, ist ein gutes Mittel, um auf andere Gedanken zu kommen. Genau wie Shoppen gehen. Man kann es auch positiv sehen: endlich ist keiner mehr da, der sich darüber aufregt, wenn man sich „schon wieder“ neue Schuhe kauft. Tun Sie das, was Ihnen gut tut. Kümmern Sie sich um den wichtigsten Men-schen in Ihrem Leben: sich selbst.

Phase 4: Neustart

Glückwunsch, es ist geschafft. Man kann nachts wieder durchschlafen und die Gedanken kreisen nicht mehr ununterbrochen um den Ex-Partner. Man stellt fest, wie schön es ist, sich mal nur mit sich selbst und den eigenen Bedürfnissen zu beschäftigen. Und irgendwann spürt man etwas, von dem man gar nicht mehr wuss-te, dass es das noch gibt: das Ge-fühl, dass man sich wieder neu ver-lieben könnte. Und das Herz einen kleinen Hüpfer macht bei dieser Vorstellung. Dieser Moment wird kommen! So ist das Leben eben...
(Antonia Hey) 

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