ONS

Er ist meist ungeplant, aufregend und extrem heiss. Man sollte jedoch einiges beachten, damit er das wird, was er ist: Ein einmaliges Abenteuer ohne schlechtes Gewissen und Herzschmerz.


 

Mann und Frau in einer Bar. Blickkontakt, Lächeln, ein gemeinsamer Drink, man kommt sich näher. Und irgendwann ist klar: heute Nacht geht man nicht alleine nach Hause. Ein One-Night-Stand, kurz ONS
genannt, ist ein erotischer Kick. Nicht mehr, nicht weniger. Die Bezeichnung stammt übrigens aus der Theatersprache und bedeutet soviel wie „einmaliges Gastspiel“. Er passiert Singles genau wie Menschen, die schon seit Jahren in einer Beziehung sind. Und das kann dann zu einem Gefühlscocktail aus Reue, schlechtem Gewissen und Verwirrung führen. Darum lieber vorher kurz überlegen, ob man sich der spontanen Leidenschaft hingeben sollte... 

Lust auf den ersten Blick 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es die viel zitierte „Liebe auf den ersten Blick“ garnicht gibt. Es gibt Anziehung auf den ersten Blick – und Lust. Freie Bahn für den One-Night-Stand! 75 % der Frauen und 93 % der Männer könnten sich dieses einmalige Gastspiel gut vorstellen. Doch bei den meisten bleibt es beim Träumen. „Nur“ 28 % der Deutschen hatten bisher einen.

Suche Liebe niemals beim One-Night-Stand

Es war eine schöne Nacht und dann trennt man sich. So sind die Spielregeln. Doch es kommt immer mal wieder vor, dass der Sex und die damit verbundene körperliche Nähe so schön waren, dass man an nichts anderes als an diese Nacht denken kann. Frauen sind da übrigens gefährdeter, weil sie sich nach dem Sex schneller verlieben als Männer. Wer also auf der Suche nach Liebe ist, sollte um den ONS einen großen Bogen machen, um Liebeskummer und Herzschmerz zu vermeiden. Beim One-Night-Stand geht es nur um Sex. Ohne Verpflichtung, ohne Anspruch auf mehr. Wer mehr erwartet, wird meist enttäuscht. Sehen Sie den One-Night-Stand als das, was er ist: als Egobooster und Marktwerttest. Die Haut eines Fremden zu fühlen, begehrt zu werden, das verruchte Gefühl genießen, sich hemmungslos einem völlig Unbekannten hinzugeben.
Und später immer wieder einmal an diese einzigartige Nacht zurückzudenken.

Genießen, abhaken, fertig!

Wunderbar... ONS passieren aber auch mit Menschen, die man schon kennt. Ob man nun aus Versehen auf der Weihnachtsfeier mit dem netten Kollegen unterm Schreibtisch landet (dem Glühwein sei Dank) oder noch einmal Sex mit dem Ex hatte. So etwas ist schon vielen anderen passiert. Nichts bereuen heißt die Devise. Abhaken und fertig! Auch wenn man noch so scharf aufeinander ist und es kaum abwarten kann, übereinander herzufallen: Verhütung ist ein Muss. Ohne Kondom läuft gar nichts. Denn die Gesundheit sollte einem wichtiger sein als ein paar heiße Stunden. Auch wenn der andere Dinge verlangt, auf die man nicht steht, kann man getrost Nein sagen. Man muss keine Rücksicht auf Wünsche nehmen, die einem nicht zusagen. Wenn beide Lust dazu haben, ist Experimentieren natürlich erlaubt. Das Gute beim ONS: man kann sich gehen lassen und mit den Hüllen auch die Hemmungen fallen lassen. Ein absolutes No-Go: Finger weg vom Freund der besten Freundin oder dem Kumpel des eigenen Partners. Das gibt nur Ärger, fliegt (fast) immer auf und ist die Sache einfach nicht wert. 

Entwickelt sich doch mehr daraus?

Auch das gibt es: One-Nights-Stands, aus denen mehr wird. Man tauscht Nummern aus, trifft sich wieder, lernt sich besser kennen. Und landet wieder im Bett. Und wieder und wieder. Dann ist aus dem One-Night-Stand ein More-Night-Stand geworden. Und vielleicht wird aus dem die große Liebe...


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